Glutenfreier Johannisbeerkuchen mit Pudding und Baiser
Manchmal entstehen die besten Rezepte ganz spontan. Eigentlich wollte ich heute einen klassischen glutenfreien Rhabarberkuchen backen. Der Mürbteig war bereits vorbereitet und stand schon im Kühlschrank, als ich in den Garten ging, um den Rhabarber zu ernten. Dort dann die Enttäuschung: Die letzten kalten Wochen haben dem Rhabarber offensichtlich nicht gutgetan — für einen Kuchen war er leider nicht mehr zu gebrauchen.
Zum Glück hatte ich noch Johannisbeeren vom letzten Sommer eingefroren. Da die kleinen Beeren ähnlich schön säuerlich sind wie Rhabarber, habe ich kurzerhand umdisponiert und daraus einen glutenfreien Johannisbeerkuchen mit cremiger Puddingfüllung und luftigem Baiser gebacken.
Und was soll ich sagen? Dieser Kuchen hat mich wirklich begeistert! Die fruchtige Säure der Johannisbeeren harmoniert wunderbar mit der süßen Vanillecreme und dem lockeren Baiser. Ein perfekter Sommerkuchen — natürlich glutenfrei und ideal für alle mit Zöliakie.

Da die Johannisbeerzeit bald beginnt, wird dieser Kuchen bei uns sicher noch öfter auf dem Tisch stehen.
Zutaten
Für den glutenfreien Mürbteig
- 200 g glutenfreie Mehlmischung (bei mir: Hammermühle hell)
- 85 g Margarine
- 1 Ei
- 80 g Zucker
- 1/2 TL gemahlene Flohsamenschalen
Für die Füllung
- 700 g Johannisbeeren
- 250 ml Milch
- 200 g Crème fraîche
- 1 Päckchen Vanillepuddingpulver
- 70 g Zucker
- 2 Eigelb
Für das Baiser
- 2 Eiweiß
- 50 g Zucker
- 50 g Puderzucker
- 1 Prise Salz
- 1 Spritzer Zitronensaft
Zubereitung
1. Mürbteig vorbereiten
Eine Springform mit Backpapier auslegen und den Rand leicht einfetten.
Für den glutenfreien Mürbteig zunächst alle trockenen Zutaten in eine Schüssel geben und vermischen. Anschließend Ei und Margarine hinzufügen und mit dem Knethaken auf niedriger Stufe zu einem glatten Teig verarbeiten.
Ich forme den Boden gerne direkt in der Springform mit einem kleinen Teigroller. Den restlichen Teig rolle ich zwischen Frischhaltefolie aus und schneide daraus Streifen für den Rand. Natürlich könnt ihr den Teig auch klassisch komplett ausrollen und in die Form legen.
2. Füllung zubereiten
100 ml Milch mit dem Vanillepuddingpulver und dem Zucker glatt rühren.
Die restlichen 150 ml Milch in einem Topf erhitzen und aufkochen lassen. Danach die angerührte Puddingmischung einrühren und kurz aufkochen, bis die Masse andickt.
Nun zuerst die Crème fraîche unterrühren und anschließend das Eigelb dazugeben. Die Reihenfolge ist wichtig, damit das Eigelb nicht stockt.
Die Johannisbeeren waschen und vorsichtig unter die Puddingmasse heben.
Tipp: Der Kuchen funktioniert auch wunderbar mit gefrorenen Johannisbeeren. In diesem Fall den Kuchen einfach etwa 10 Minuten länger backen, bevor das Baiser daraufkommt.
3. Backen
Die Füllung auf den vorbereiteten Boden geben und den Kuchen bei 170 °C Ober-/Unterhitze etwa 50 Minuten backen.
4. Baiser zubereiten
Kurz vor Ende der Backzeit das Eiweiß steif schlagen. Währenddessen Salz, Zitronensaft, Zucker und Puderzucker langsam einrieseln lassen.
Wichtig: Das Baiser erst direkt vor dem Verwenden zubereiten, damit der Eischnee schön stabil bleibt.
Die Baisermasse auf dem Kuchen verteilen und weitere 25 Minuten backen.
Danach den Kuchen vollständig auskühlen lassen. Am besten schmeckt er gut gekühlt nach einigen Stunden im Kühlschrank.
Tipps für den perfekten glutenfreien Johannisbeerkuchen
- Der Kuchen lässt sich hervorragend vorbereiten und schmeckt am nächsten Tag fast noch besser.
- Statt Johannisbeeren funktionieren auch Himbeeren oder eine Beerenmischung sehr gut.
- Durch die Kombination aus säuerlichen Früchten, cremigem Pudding und süßem Baiser wird der Kuchen besonders ausgewogen.